Wer mit einer PV-Anlage Solarstrom erzeugt, hat zwei Möglichkeiten: den Strom ins Netz einzuspeisen und an einen Versorger zu verkaufen oder ihn direkt für den Eigenverbrauch zu nutzen.

  • Vollständige Einspeisung ins Netz: Man kann sich dafür entscheiden, den gesamten erzeugten Strom ins Netz einzuspeisen. Dank der Einspeisevergütung erhält man über einen Zeitraum von 15 Jahren Einnahmen für die erzeugte Energie. Zudem gibt es oft Investitionszuschüsse.
  • Teilweiser Eigenverbrauch: Ein Teil des erzeugten Stroms kann direkt zur Versorgung von Haushaltsgeräten, einer Wärmepumpe oder
    zum Aufladen eines Elektrofahrzeugs genutzt werden. Der nicht verbrauchte Strom wird dann zu einem festgelegten Tarif (der oft etwas unter dem Tarif für die vollständige Einspeisung liegt) ins Netz eingespeist. Mit einer Batterie kann der nicht sofort verbrauchte Strom für eine spätere Nutzung, beispielsweise nachts, gespeichert werden. Dadurch lässt sich der Eigenverbrauchsanteil erhöhen.

Zusammenfassend lässt sich sagen: Der Eigenverbrauch ist umso interessanter, je größer die Differenz zwischen den Strombezugskosten und den Kosten für die Solarstromerzeugung ist. Da diese Differenz derzeit den Eigenverbrauch begünstigt, bleibt eine PV-Anlage auch bei attraktiven Einspeisetarifen rentabel.

Es spricht nichts dagegen, Eigenverbrauch und Einspeisung ins Netz zu kombinieren. Es ist jedoch ratsam, den Eigenverbrauch zu optimieren.