Nutzung von Regenwasser zur Gartenbewässerung
Regenwasser ist ein wichtiger Bestandteil des Wasserkreislaufs. Es speist die Flüsse und trägt so zu deren Erhalt bei. Eine nachhaltige Regenwasserbewirtschaftung in städtischen Gebieten kommt sowohl den Menschen als auch der Umwelt zugute.
Gartenbewässerung
Bewässerung mit Regenwasser: Die Bewässerung von Pflanzen, Bäumen, Obst und Gemüse im Haus und im Garten ist die einfachste und sinnvollste Art, Regenwasser zu nutzen.
Um Regenwasser im Garten nutzen zu können, lässt sich das vom Dach abfließende Wasser in einen Regenwasserauffangbehälter leiten. Dieses weiche Wasser ist ideal für Gartenpflanzen. Viele Pflanzen vertragen Regenwasser besser als hartes Leitungswasser, zum Beispiel Rhododendren oder Geranien.
Gartenbecken können auch mit Regenwasser befüllt werden. Die Verwendung von Regenwasser zum Gießen ist hygienisch unbedenklich.
Effizient bewässern
Ein entscheidender Faktor für eine wassersparende Bewässerung ist die Tageszeit. Am besten ist es, früh am Morgen bei Sonnenaufgang zu gießen. Im Sommer bedeutet dies, zwischen 4 und 6 Uhr zu gießen, wenn die Verdunstung am geringsten ist und das Wasser langsam in den Boden einsickern kann.
Wenn man den Garten von Hand, mit dem Schlauch oder der Gießkanne bewässert, geschieht dies oft abends, da morgens die Zeit dafür fehlt. Es ist jedoch besser, wenn die Pflanzen nicht die ganze Nacht über nasse Blätter haben.
Ein intelligentes Bewässerungssystem sorgt dafür, dass zum richtigen Zeitpunkt die richtige Wassermenge zugeführt wird, was dazu beiträgt, wertvolles Trinkwasser zu sparen. Die Herstellung der für einen intelligenten Garten erforderlichen technischen Geräte verbraucht jedoch viel Energie und Ressourcen und verursacht nach einigen Jahren Elektronikschrott.
Aus ökologischer Sicht ist die Effizienz einer intelligenten Bewässerung noch nicht eindeutig belegt. Die Wassereinsparung muss gegen den erhöhten Ressourcenverbrauch für technische Geräte und Verteilungsmaterial abgewogen werden.
Die intelligente Technologie dürfte sich in den kommenden Jahren in privaten Gärten durchsetzen, so wie es bereits beim Mähroboter der Fall war.
Es ist daher ratsam, auch in einem intelligenten Garten den Wasserverbrauch durch die Auswahl der Pflanzen und die Nutzung von Regenwasser zu optimieren.
Nutzung von Regenwasser im Haushalt
Regenwasser für die Toilettenspülung
Es besteht keinerlei Infektionsrisiko. Eine doppelte Leitungsführung ist in der Regel nicht erforderlich, da der Regenwasserspeicher bei längeren Trockenperioden mit Trinkwasser aufgefüllt werden kann. Die Verwendung von Regenwasser für die Toilettenspülung kann jedoch Abwassergebühren nach sich ziehen.
Regenwasser zum Wäschewaschen
Die Verwendung von Regenwasser zum Wäschewaschen hat einen ökologischen Vorteil. Durch das Waschen mit weichem Wasser lässt sich der Waschmittelverbrauch um etwa 20 % senken.
Dieser Vorteil muss jedoch gegen hygienische Bedenken abgewogen werden, insbesondere bei Risikopersonen: Obwohl das Waschen bei der richtigen Temperatur und mit Waschmittel gefährliche Keime in der Regel abtötet, ist deren vollständige Beseitigung durch das anschließende Spülen mit kaltem Wasser nicht gewährleistet, was zu einer Kontamination der Wäsche führen kann.
Dieses Risiko lässt sich nur durch eine geeignete Wasseraufbereitung oder durch das Bügeln der Wäsche nach dem Waschen beseitigen.
Es ist daher wichtig, diese Vorsichtsmaßnahmen zu treffen, wenn man Regenwasser zum Wäschewaschen verwenden möchte, insbesondere bei Menschen mit geschwächtem Immunsystem: Kleinkinder, ältere Menschen, Kranke und vor allem Personen mit geschwächter natürlicher Abwehrkraft. Bei diesen Personengruppen dürfen keine gesundheitlichen Risiken eingegangen werden.