Bevor die im Abfall enthaltenen verwertbaren Stoffe einem Recyclingverfahren zugeführt werden können, muss der Abfall zunächst behandelt werden. Diese Behandlung kann auf verschiedene Weise erfolgen. Man unterscheidet zwischen stofflicher Verwertung und energetischer Verwertung, wobei die stoffliche Verwertung in der Abfallhierarchie als vorrangig gilt und, sofern dies technisch möglich und wirtschaftlich sinnvoll ist, gegenüber der energetischen Verwertung Vorrang haben sollte. Hierher kann auch die „Verwertung“ von Lebensmitteln gezählt werden.

Valorlux

Die im Valorlux-Sack oder im Recyclingbehälter enthaltenen wiederverwertbaren Materialien bestehen hauptsächlich aus Glas, Metall, Papier und Karton sowie verschiedenen Kunststoffen. Für diese Materialien gibt es verschiedene Recyclingverfahren, die ihre Rückgewinnung und Wiederverwendung als Sekundärrohstoffe in einem neuen Herstellungsprozess ermöglichen.

Bekämpfung von „Littering“

Oft ist es dasselbe Bild: Zigarettenkippen, Getränkedosen und anderer achtlos weggeworfener Müll „verschmutzen“ die Wiesen, Parks und Straßen Luxemburgs. Der Müll wird aus dem Autofenster geworfen oder beim Gehen fallen gelassen. Eine mehr als fragwürdige Methode der „Abfallentsorgung“, die man als Littering bezeichnet, also als „Verschmutzung durch Abfall“.

Ein Großteil des Litterings ist auf Zigarettenkippen zurückzuführen. Glasscherben, die auf Spielplätzen oder Wiesen liegen bleiben, stellen zudem eine Gefahr für Kinder und Erwachsene dar. Darüber hinaus dauert es oft Jahre oder sogar Jahrzehnte, bis sich dieser Abfall vollständig zersetzt hat. Außerdem geben Plastiktüten und Zigarettenkippen giftige Stoffe an den Boden oder das Grundwasser ab, was ein erhebliches Risiko für Pflanzen, Tiere und Menschen darstellt.

Beachten Sie daher im Alltag diese einfachen Maßnahmen: Werfen Sie Ihren Müll nicht in die Natur. Recyceln Sie ihn oder entsorgen Sie Verpackungen in einem Mülleimer.
https://www.valorlux.lu/fr/

Foodsharing

Lebensmittel retten, teilen und das Bewusstsein für Lebensmittelverschwendung schärfen: Das ist das Prinzip und das Ziel von Foodsharing. Die Initiative Foodsharing setzt sich aktiv dafür ein, dass Lebensmittel nicht im Müll landen.

Im kleinen Rahmen funktioniert das durch die Vernetzung von Privatpersonen: Über die Plattform können sie Lebensmittel abgeben, die sie zu viel gekauft haben oder die ihnen nicht schmecken.

In großem Maßstab ermöglichen Partnerschaften mit Unternehmen wie Supermärkten, Bäckereien oder Kantinen die Rettung und Weitergabe von Lebensmitteln, deren Verfallsdatum bald abläuft, von Produkten, die aus den Obst- und Gemüseregalen genommen wurden, von übermäßig produzierten Backwaren oder von Fertiggerichten, die in zu großen Mengen zubereitet wurden.

www.foodsharing.lu

Gielt Band

Jedes Jahr zur Erntezeit sind viele Obstbäume in Luxemburg mit gelben Bändern geschmückt. Diese weisen darauf hin: „Hier darf man kostenlos und ohne Genehmigung ernten“.

So können Passanten die Früchte in ihrer Umgebung kostenlos für den Eigenbedarf pflücken. Diese Initiative geht auf die Ernteaktion „Bande Jaune“ zurück, die sich seit einigen Jahren immer größerer Beliebtheit erfreut. Sie ermöglicht es, mehr Früchte zu ernten und eine bessere Nutzung der Obstbäume in Luxemburg zu gewährleisten.
https://agriculture.public.lu/

Gegen Lebensmittelverschwendung

Entlang der gesamten Lebensmittelkette, von der Produktion bis auf unseren Teller, geht weltweit etwa ein Drittel der für den menschlichen Verzehr bestimmten Lebensmittel verloren. Nach Schätzungen der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) beläuft sich diese Menge jährlich auf 1,3 Milliarden Tonnen.

Mehr Wertschätzung, weniger Verschwendung: Mit der Initiative „Zu gut für die Tonne!“ setzt sich das Landwirtschaftsministerium dafür ein, Verbraucher sowie Akteure entlang der gesamten Lebensmittelkette für einen nachhaltigen Umgang mit Lebensmitteln zu sensibilisieren und Lebensmittelverschwendung zu reduzieren.

Wenn man über die Produktion, den Ressourcenverbrauch, den Arbeitsaufwand bei der Lebensmittelherstellung und die Folgen von Lebensmittelverschwendung informiert ist, kann man den Wert von Lebensmitteln besser einschätzen und nachhaltiger damit umgehen.
http://www.antigaspi.lu/