Garnich

Die Geschichte

Die älteste bekannte Urkunde, in der der Ort Garnich erwähnt wird, stammt vom 12. April 1128. Papst Honorius II. stellte damals die Abtei von Münster in Luxemburg unter den Schutz des Heiligen Petrus und bestätigte die ihr gemachten Schenkungen, darunter die freien Güter in „Garnische“ und an anderen Orten.

Die erste Erwähnung der Pfarrei Garnich stammt aus einer Urkunde vom 11. Juni 1260. In das Gesims des massiven Kirchturms ist die Jahreszahl 1200 eingraviert. Eine Chronik berichtet, dass die Kirche von Garnich am 11. Juni 1697 vom Weihbischof von Trier geweiht wurde.

Durch das Gemeindegesetz vom 24. Februar 1843 wurden elf Gemeinden dem Kanton Capellen angegliedert, zu dem Garnich auch heute noch gehört.

Im Jahr 1904 zählte der Ortsteil Garnich 548 Einwohner und 122 bewohnte Häuser.

Zu den damals anwesenden Handwerkern gehörten unter anderem:

  • ein Dachdecker (Mart. Back)
  • ein Lederhersteller (J. P. Paquet)
  • ein Glaser (H. Back)
  • ein Küfer (Nik. Geimer)
  • zwei Kurzwarenhändler (Ad. Kerschenmeyer, Theod. Weyland)
  • zwei Schmiede (J. Erpelding, N. Wolff)
  • drei Schneider (N. Kalmes, Th. Rotty, J. Steinmetzer)
  • drei Tischler (B. Krier, D. Schmit, Michel Schmit)
  • zwei Wagenbauer (J. P. Jacobs, F. Pierrot)
  • ein Weber (Peter Wolff)
  • fünf Gastwirte (die Witwe N. Hames, N. Michaelis, J. P. Paquet, M. Sinner und Th. Weyland)

Lehrerschwestern waren hier insgesamt 47 Jahre lang, bis 1917, tätig.

KAHLER

Die Geschichte von

Die Kirche von Kahler wird erstmals im Jahr 1317 erwähnt. Der erste bekannte Herr von Kahler, der gegen Ende des 11. Jahrhunderts in Erscheinung tritt, ist Hemethis von Kahler…

Im Jahr 1658/59 wurde festgestellt, dass Kahler seit 1635 unbewohnt war und alle Häuser des Ortes als Folge des Dreißigjährigen Krieges in Trümmern lagen.

Am 24. Mai 1843 wurde die Filialgemeinde Kahler von der Pfarrei Garnich getrennt. Der Grund für diese Trennung lag in dem besonders beschwerlichen Weg zur Kirche, der über den Hügel von Garnich führte.

Ein bedeutendes Eisenbahnnetz, die „Attertlinn“, wurde am 1. August 1873 auf der Strecke zwischen Pétange und Steinfort in Betrieb genommen. Seitdem fuhren regelmäßig Züge durch Kahler. Im Jahr 1879 konnte die Erweiterung des Netzes bis nach Ettelbruck gefeiert werden. Am 1. Oktober 1897 wurden in Kahler eine Haltestelle sowie ein Bahnhof mit Fahrkartenschalter und Schranke eingerichtet. Am 23. September 1967 verkehrte der letzte Personenzug auf dieser Strecke, und kurz darauf, im April 1969, wurde auch der Güterverkehr eingestellt. Heute verläuft ein Teil des heutigen Radwegs auf der ehemaligen Trasse der „Attertlinn“.

Hivange

Die Geschichte

Der Ort Hivange wird in Urkunden erst ab 1256 erwähnt. Hivange ist ein Kaplanssitz und verfügt über eine einfache Kapelle, die 1833 erbaut wurde. Der Kostenvoranschlag belief sich auf 2.866 Franken, doch der Bau kostete nur 2.200 Franken, da die Einwohner von Hivange die Hilfsarbeiten selbst übernahmen und die Maurer abwechselnd mit Mahlzeiten versorgten… Früher bezeichnete Hivange eigentlich nur die Häusergruppe rund um die alte Kapelle. Diese befand sich jedoch weiter unten im Dorf als die heutige Kapelle. Doch zum Ort Hivange gehörten auch heute vergessene Ortsteile oder Höfe auf der Anhöhe in Richtung Fingig: die Höfe Klengbéiweng (genannt Rosenhof, heute renoviert) und Groussbéiweng (in Richtung Dahlem). Der Name einer Bushaltestelle erinnert noch heute daran. Interessant ist, dass Groussbéiweng, obwohl es bis 1885 zur Gemeinde Garnich gehörte, der Pfarrei Hautcharage angegliedert war. Auf Antrag des

 

Unter dem damaligen Eigentümer wurde das Anwesen durch einen bischöflichen Beschluss vom 15. Mai 1885 in die Pfarrei Garnich eingegliedert. Bereits 1911 konnte der erste große Wasserspeicher auf dem Réibierg bei Hivange fertiggestellt und eine interkommunale Wasserleitung in Betrieb genommen werden. Im Jahr 1927 wurde an dieser Stelle der erste Wasserturm errichtet. Seit 2007 liefern zwei unterirdische Wasserspeicher täglich 30.000 m³ Wasser und bilden damit das größte Sammelbecken des Landes. Das Wasser aus 65 Quellen wird dort gesammelt, wodurch 23 Gemeinden in den Kantonen Capellen und Esch versorgt werden können. Erwähnenswert ist auch, dass die Wassertemperatur im Reservoir konstant bei 9 Grad liegt und dass das moderne Bauwerk eine Höhe von 30 Metern erreicht, wobei sich seine Spitze genau 429 Meter über dem Meeresspiegel befindet.

Dahlem

Die Geschichte von

Dahlem ist eines jener Dörfer, die sich im Laufe der letzten hundert Jahre von einem rein landwirtschaftlich geprägten Ort zu einem überwiegend als Wohngebiet genutzten Ort gewandelt haben.

Der Ort Dahlem wird urkundlich erst ab 1251 erwähnt. Am 12. Mai 1785 brannte ein Feuer das gesamte Dorf sowie die Pfarrkirche und das Pfarrhaus nieder. Vor diesem Unglück bestand das Dorf aus elf strohgedeckten Häusern. Auf den Fundamenten der ehemaligen Pfarrkirche wurde 1806 die Kapelle von Dahlem errichtet. Kurz zuvor, im Jahr 1803, war das Dorf in den Pfarrbezirk Garnich eingegliedert worden.

Interessant ist auch, dass der Ort Dahlem bis 1823 noch zur Gemeinde Dippach gehörte und erst zu diesem Zeitpunkt der Gemeinde Garnich angegliedert wurde.