Bei einem Mehrfamilienhaus unterscheiden sich die Bedingungen von denen eines Einfamilienhauses, doch eine Photovoltaikanlage ist auch hier sinnvoll. Der Hauptvorteil besteht darin, dass die Kosten auf mehrere Parteien verteilt werden, während alle von der erzeugten Energie profitieren. Dabei sind einige besondere Punkte zu beachten.

Bevor man sich mit der Umsetzung befasst, sollte man zunächst prüfen, um welche Art von Mehrfamilienhaus es sich handelt. Handelt es sich um eine Eigentumswohnung oder um eine Mietwohnung?

PV-Anlage in einer Eigentumswohnanlage

Wenn das Gebäude mehreren Miteigentümern gehört, werden Entscheidungen in der Eigentümerversammlung getroffen. Dort können die Modalitäten für die Einholung von Kostenvoranschlägen und die technischen Anforderungen festgelegt werden. Die Abläufe sind in der Regel standardisiert: Die Versammlung tritt mindestens einmal im Jahr zusammen, und es werden Investitionen in die Instandhaltung besprochen. Die Entscheidung kann sich als schwieriger erweisen, wenn bestimmte Eigentümer erst überzeugt werden müssen.

Bei günstigen Bedingungen ist eine Gemeinschaftsanlage vorteilhaft: Die Kosten bleiben im Rahmen, die Verantwortung wird geteilt und das Risiko minimiert. Auch der Skaleneffekt spielt eine Rolle: Die Komponenten einer großen Anlage auf einem Mehrfamilienhaus sind ähnlich wie die einer kleinen Anlage auf einem Einfamilienhaus, doch die Kosten pro Eigentümer sind geringer. Zudem wird der erzeugte Strom besser genutzt, wenn mehrere Parteien darauf zugreifen können, da sich der Verbrauch über den Tag besser verteilt.

PV-Anlage für Mieter

In einem Miethaus gibt es in der Regel einen einzigen Eigentümer, der alle Entscheidungen trifft. Eine PV-Anlage steigert den Wert der Immobilie und senkt die Nebenkosten für die Mieter.